Berlin:
Ch. A. Bachmann Verlag
,
2021
,
173 S.
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Weitere Informationen
| Einrichtung: | Frauensolidarität | Wien |
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| Link: | Volltext |
| Verfasst von: | Eder, Barbara |
| Schriftenreihe: |
Bildnarrative
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| Jahr: | 2021 |
| Maße: | 24 cm |
| ISBN: | 3962340394 |
| Sprache: | Deutsch |
| Beschreibung: | |
| Comics von Zeichnerinnen, die emigrieren, sind keine Medien, die ihre Leser_innen infolge einer Abwesenheit von Sprachvermögen anders adressieren, ihr Surplus liegt jenseits des Textes – in- und zugleich außerhalb eines schriftbasierten Repräsentationssystems, das Raum für beredtes Schweigen, aber auch für die bildlichen Qualitäten von Grautönen und anderen Zwischenzonen eröffnet. Das Repertoire an im Comic Sagbaren schließt den Schrei ebenso mitein wie die zittrig konturierten Körper von Gefolterten, Geräusche, die von den Dingen ausgehen, im Bild zu Schallwellen und kinetischen Linien werden. Sie entstehen in medialen und territorialen Grenzgebieten, erzählen vom Lied, das auf den Lippen liegt, einem Blues, der nicht mit den Ohren allein vernommen wird. Aus fremden Sprachen wird ein Gezwitscher, das am Anfang eines Kulturtransfers steht – als Geräusch verwandelt die Rede des Anderen sich in einen Gesang. Barbara Eder setzt sich in „Alienation“ mit der Darstellung von Migration in der Graphic Novel auseinander. Das Besondere an dem Medienformat der Graphic Novel liegt ihrer Meinung nach in den „Zwischenzonen“, die durch die Verbindung von Bild und Schrift eröffnet werden. Diese verleihen dem Inhalt einen deutlich vielseitigeren Ausdruck, als es der reinen Schriftform möglich sei. Im Rahmen von „Alienation“ zeigt die Autorin, inwiefern die Graphic Novel eine weitere Erkenntnisquelle für Prozesse des Otherings und Eingemeindens darstellen. Mit ihrer Publikation bereichert sie sowohl die Postcolonial- als auch die Gender- und Queer-Studies. Zwei Graphics Novels stehen dabei im Vordergrund: Marjane Satrapis „Persepolis“ und Alison Bechels „Fun Home“. Anhand von „Persepolis“ verdeutlicht die Autorin, wie sich die „Grenzziehung zwischen ethnisch markierten „Anderen“ und „nationalem“ Selbst immer wieder destabilisiert“. Im Zuge der Betrachtung von „Fun Home“ wird darüber hinaus queere Identitätssuche thematisiert. | |
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