München:
Blessing
,
2004
,
222 S.
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| Geografika: | |
Weitere Informationen
| Einrichtung: | Frauensolidarität | Wien |
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| Orginaltitel: | Somewhere, home <dt.> |
| Verfasst von: | Jarrar, Nada Awar |
| Mitwirkende: | Heller, Barbara [ÜbersetzerIn] |
| Ausgabe: | 1. Aufl. |
| Jahr: | 2004 |
| Maße: | 215 mm x 135 mm |
| ISBN: | 3896672126 |
| Sprache: | Deutsch |
| Beschreibung: | |
| Die Libanesin Nada Awar Jarrar schildert in ihrem Romandebüt das Leben von drei Frauen - Maysa, Aida und Salwa - im Bürgerkriegs-Libanon. Wirtschaftliche Not und der Bürgerkrieg führen zum Verlust der Heimat. Diese Erfahrungen rufen bei allen drei Frauen Gefühle der Entwurzelung und inneren Zerrissenheit hervor. Alle sehnen sich in der Fremde nach Geborgenheit und sind auf der Suche nach ihrer Identität. Und jede verbindet ihr Heimatgefühl mit einem alten Steinhaus in einem drusischen Dorf im Libanongebirge. Die historisch-politischen Hintergründe werden nicht direkt thematisiert, der Bürgerkrieg bleibt eigentümlich fern, in seiner Auswirkung auf die drei Lebensläufe jedoch eindringlich nah. Jede einzelne Lebensgeschichte des dreiteiligen Romans zeichnet ein anschauliches Bild vom Leben im Libanon vor dem Hintergrund des Bürgerkrieges und spiegelt auch das libanesische Frauen- und Männerbild verschiedener Generationen wider. Letztendlich ordnen die Frauenfiguren ihre Bedürfnisse der traditionellen Frauenrolle unter und nehmen ihre Lebensumstände als schicksalsgegeben an. Einige Männer verlassen ihre Familien und suchen im Ausland ihr Glück, während die Frauen mit den Kindern im Libanon zurückbleiben. Nada Awar Jarrar arbeitet in allen drei Roman-Teilen mit Rückblenden. Das Steinhaus taucht immer als Bezugspunkt und räumliches Bindeglied auf. Der vom eigenen Erleben geprägte Roman - die 1958 in Beirut geborene Autorin flüchtete 1975 und lebte in London, Washington, Paris und Sydney, bevor sie Mitte der 1990er Jahre wieder nach Beirut zurückkehrte - beschreibt eindringlich und feinfühlig das Lebensgefühl dreier sehr unterschiedlicher Frauen, die aus ihrer Verbundenheit mit dem drusischen Dorf Kraft schöpfen und gleichzeitig an der Zerrissenheit und am Krieg in ihrem Heimatland leiden. Anfang 2004 erhielt Nada Awar Jarrar für den Roman den internationalen Commonwealth Writers Prize. | |
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