Archivgut Nachlass

Amalie P. NL 20

November 1914 bis September 1916, August 1918, 2. Weltkrieg (o.J.)

Weitere Informationen

Einrichtung: Sammlung Frauennachlässe | Wien
Jahr: November 1914 bis September 1916, August 1918, 2. Weltkrieg (o.J.)
Sprache: Deutsch
Beschreibung:

Orte: Linz in Oberösterreich, Wien; Bozen (Bolzano), Bruneck (Brunico) und Innichen (San Candido) in Südtirol in Italien; Plzen (Pilsen) in Tschechien (Böhmen); unbestimmbare Orte an der Front/Kriegsschauplätze im 1. Weltkrieg; Orte an der Front/Kriegsschauplätze im 2. Weltkrieg: Orjol (Orel) in der Sowjetunion u.a.

Quellentypen: Korrespondenz (Feldpost aus dem 1. Weltkrieg): 102 Schreiben; 1 amtliches Dokument; 60 Fotografien (in 1 Fotoalbum)

Zum Bestand: Schreiber: Richard P.; 1892-1918; Geburts- und Todesort unbekannt

Adressatin: Amalie P.; persönliche Daten unbekannt

Übergeberin: Mag.a Helga G. (Verwandte eines Neffen von Richard P.), 2000



Die Feldpostkorrespondenz des Wieners Richard P. besteht aus 99 Schreiben, die er als „k.u.k. Tiroler Kaiserjäger“ zwischen September 1914 und September 1916 an seine Mutter Amalie P. und an die Geschwister Hans und Adolfine P. geschrieben hat.

Die Inhalte seiner Schreiben sind dabei durchaus verschieden: Während er der Mutter beschwichtigend sein Wohlbefinden bestätigt, beinhalten die an die Schwester adressierten Postkarten zum Teil auch detaillierte Berichte über seinen Alltag als Soldat. In den Briefen an den Bruder kommen auch Klagen über die Situation an der Front zum Ausdruck. Ein wiederkehrendes Thema in seiner Korrespondenz sind Lebensmittelpakete, die dem Soldaten von der Familie geschickt worden sind.

2018 wurde ein Fotoalbum unbestimmbarer Provenienz nachgereicht. Es enthält 60 Fotografien von der Front im Zweiten Weltkrieg. Die Bilder sind nicht datiert. Am inneren Deckblatt findet sich die Beschriftung „Weihnacht 1942“ sowie „Bilder aus Rußland“. 36 Bilder sind größerformatig. Sie könnten gegebenenfalls gekauft worden sein. Motive sind u.a. die Bewegung der Truppe, Panzer und Geschütze, Kampfhandlungen (Rauch im Hintergrund, brennende und zerstörte Gebäude, Soldaten mit Waffen im Anschlag), Soldaten beim Ausruhen, ein Bild mit Toten neben einem Panzer; (vermutlich) Gefangene, flüchtende Menschen sowie die ländliche Zivilbevölkerung. 24 kleinerformatig Bilder zeigen verschiedene Gebäude der Stadt aus Orel/Orjol, die jeweils durch einen Aufdruck ausgewiesen sind. Das Album ist durchgehend nicht beschriftet.



Autobiografische Aufzeichnungen von Mag.a Helga G. sind Teil des Bestandes der Dokumentation lebensgeschichtlicher Aufzeichnungen.

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Sammlung Frauennachlässe
c/o Institut für Geschichte, Universität Wien

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Benutzungszeiten, für die ein Termin vereinbart werden kann, sind Mi & Do 11.00 - 17.00 Uhr bzw. auf Anfrage (per Mail oder telefonisch).
Die erste Sichtung der Quellen erfolgt in den Räumlichkeiten der Sammlung Frauennachlässe. Für die spätere Bearbeitung ist eine Aufstellung der Materialien in der Fachbibliothek für Geschichte möglich.

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