Buch
Monografie
Kein Schutz, nirgends : Warum die deutsche Justiz den Ehrenmord an Rukiye P. nicht verhindert hat
Verfasst von:
Celebi, Gülsen
München:
Wilhelm Heyne Verlag
,
2008
,
255 S.
Weitere Informationen
| Einrichtung: | TERRE DES FEMMES | Berlin |
|---|---|
| Signatur: | M 03 Cel I |
| Verfasst von: | Celebi, Gülsen |
| Jahr: | 2008 |
| Sprache: | Deutsch |
| Beschreibung: | |
| Mit siebzehn Jahren kommt Rukiye als Import-Braut nach Holland - ein Schicksal, das sie mit vielen anderen Türkinnen teilt. Ihre Ehe ist ein Martyrium, denn ihr Ehemann Erol tyrannisiert sie und die drei gemeinsamen Kinder. Nach jahrelangen Misshandlungen entschließt sich Rukiye zur Scheidung und zieht von Holland zu ihrer Schwester nach Mönchengladbach. Ihre Rechtsanwältin Gülsen Celibi beantragt Gewaltschutz und das alleinige Sorgerecht für die Kinder.\[W9]\\[W9]\Nach der Verhandlung über das Sorgerecht am 9. März 2007 erschießt Erol seine Frau und seine älteste Tochter auf offener Straße. Die Ermittlungen ergeben, dass die Morde leicht hätten verhindert werden können. Denn gegen Erol lag bereits ein Haftbefehl vor. Man hätte ihn am Morgen bei Gericht festnehmen können.\[W9]\\[W9]\Gülsen Celibi, die im Mordprozess gegen Erol eine Nebenklägerin vertritt, erzählt von zwei Frauen, die sterben mussten, weil sie nicht länger nach den Regeln ihres türkischen Familienclans leben wollten. Sie rekonstruiert die Geschichte des Ehrenmordes und zeigt, warum in Deutschland so unzureichend auf Zwangsheiraten und Gewalt in Migrantenfamilien reagiert wird. | |
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