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Interpretation als Abwehr? : psychokritische Überlegungen zur Rezeption Mauriacs in der Literaturwissenschaft

Verfasst von: Risse, Dorothee
in:
Stuttgart [u.a.]: 1995 , 214 - 226 S.

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Einrichtung: Ariadne | Wien
Verfasst von: Risse, Dorothee
In:
Jahr: 1995
Sprache: Deutsch
Beschreibung:
Die psychoanalytische Rezeptionstheorie geht davon aus, daß ein literaturwissenschaftlicher Beitrag neben objektivem Erkenntnisinteresse dem Interpreten auch zur Klärung oder Abwehr eigener Konflikte dient. Vor diesem Hintergrund werden Tendenzen und Ergebnisse der Maurica-Forschung erörtert. Da sich die psychokritische Untersuchung des Werks noch in ihren Anfängen befindet und Zusammenhänge zwischen den Obsessionen der Mauriacschen Protagonisten und dem Autor oft nur angedeutet werden, stellt sich die Frage, inwieweit manche Interpreten auf diese Weise die Auseinandersetzung mit eigenen Konflikten umgehen. Am Beispiel eines Mauriac-Forschers wird diskutiert, ob die Ablehnung psychokritischer Interpretationsvorschläge - beispielsweise die Deutung der ambivalenten Weiblichkeitsentwürfe Mauriacs als Folge einer nicht vollzogenen Lösung von seiner Mutter - auf ein unreflektiertes persönliches und geschlechtsspezifisches Impliziertsein verweist.
Anmerkung:
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